Prototyp I – kurz vor dem ersten Klang

Der Prototyp I ist eine kleine Orgel mit 15 Pfeifen, mit der verschiedene Experimente durchgeführt werden können, die zu einem Teil relevant für die Hauptorgel sind und zum anderen Teil Ideen der Kompositionsklasse von Johannes Walter prüfen sollen. Am Ende soll dieser Prototyp als Ergänzungsmodul zur Hauptorgel funktionieren können, um zusätzliche Tonhöhen zur Verfügung zu stellen.

Prototyp I

Der Prototyp I besteht aus 15 Holzpfeifen, die ein Tonhöhen-Raster zur Verfügungen stellen, die von der Kompositionsklassen von Johannes Walter als interessante Ergänzung zum Tonvorrat der Hauptorgel eingeschätzt werden.

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Der Prototyp hat keine Mechanik, sondern direkt in die Windlade eingebaute Ventilmagnete. Die Magnete werden elektrisch ausgelöst und sollen über eine digitale Schnittstelle vom Computer aus steuerbar sein. Die Windversorgung liefert ein handelsübliches Orgel-Gebläse, das einen parallelen Magazinbalg versorgt. Der Winddruck beträgt knapp 50 mm Wassersäule, die Pfeifen sind konventionell gebaute, offene Holz-Prinzipalpfeifen.1Ergänzung: in der Zwischenzeit hat sich gezeigt, dass die Pfeifen der Hauptorgel anders gebaut werden: im Sinne der Orgel in der silbernen Kapelle in Innsbruck. Die Klangfarbe wird daher deutlich anders werden. Es wird sich zeigen, ob der Klang des Prototyp I trotzdem sinnvoll mit der Hauptorgel kombiniert werden kann.

Die Pfeifen des Prototyp I werden mit langen Stimm-Schiebern ausgestattet, die mit Servo-Motoren verschoben werden können. So soll es möglich sein, die exakte Stimmung jeder Pfeife digital zu wählen und auch während eines Stückes (sogar während die Pfeife klingt) anpassen zu können. Die Abstände zwischen den Tonhöhen der 15 Pfeifen des Prototyp I sind so gewählt, dass sie theoretisch ein durchgehendes Glissando von der tiefsten bis zur höchsten Pfeife ermöglichen. Damit kann jede beliebige Tonhöhe (innerhalb der 15 Pfeifen) zum Tonsystem der Hauptorgel hinzugefügt werden.

Die Windlade und die rohen Pfeifen sind nun fertig gebaut. Sobald die Intonation der Pfeifen abgeschlossen ist, kann der Klang beurteilt werden und es können die Schlitze für die Stimmschieber gefräst werden. Dabei wird sich zeigen, welchen Tonhöhenbereich eine einzelne Pfeife tatsächlich abdecken kann.2Dieser Tonhöhenbereich wird durch die Tatsache eingeschränkt, dass eine Pfeife nicht mehr anspricht bzw. in die Oktave kippt, wenn das Verhältnis von klingender Länge und Querschnittsfläche zu stark verzerrt wird.

Anmerkungen   [ + ]

1. Ergänzung: in der Zwischenzeit hat sich gezeigt, dass die Pfeifen der Hauptorgel anders gebaut werden: im Sinne der Orgel in der silbernen Kapelle in Innsbruck. Die Klangfarbe wird daher deutlich anders werden. Es wird sich zeigen, ob der Klang des Prototyp I trotzdem sinnvoll mit der Hauptorgel kombiniert werden kann.
2. Dieser Tonhöhenbereich wird durch die Tatsache eingeschränkt, dass eine Pfeife nicht mehr anspricht bzw. in die Oktave kippt, wenn das Verhältnis von klingender Länge und Querschnittsfläche zu stark verzerrt wird.

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