Modell: doppelstöckige Windlade

Ein Arciorgano funktioniert prinzipiell wie jede konventionelle Orgel, mit dem Unterschied, dass sie 36 statt 12 Tasten pro Oktave hat. Damit verdreifacht sich auch die Anzahl der übrigen mechanischen Teile: Abstrakten, Wellen, Ventile, Kanzellen. Um die Probleme, die durch diese Erweiterung entstehen, auf den Punkt zu bringen, führten wir mit Bernhard Fleig eine Vorstudie durch.

Als zentrale Herausforderung zeigte sich die Kollision von Platzbedarf der Ventile und Breite des Instruments: die Ventile können eine gewisse Breite nicht unterscheiden, um genügend Windfluss zu ermöglichen. Sämtliche Ventile nebeneinander angeordnet führen jedoch zu einer Windladen-Breite von knapp drei Metern, was unakzeptabel ist.

Eine denkbare Lösung ist, die Ventile auf zwei übereinanderliegende Windladen zu verteilen. Die dünnen Draht-Abstrakten der oberen Lade werden durch die untere Lade hindurchgeführt. Zusätzlich werden die Tastenhebel des Obermanuals über eine Doppelwippe nach hinten verlängert, um dort in einem zweiten Teil der Windlade eine weitere Ventil-Reihe zu erreichen. Damit wird die drei Meter lange Ventil-Reihe in drei Teile zerlegt, was Platzverhältnisse schafft, wie sie in konventionellen Orgeln zu finden sind.

Obwohl wir überzeugt sind, dass diese Konstruktion funktionieren würde, haben wir uns für eine alternative Lösung entschieden, in welcher nur eine einzige Windlade mit zwei hintereinanderliegenden Ventilreihen verwendet wird. Das führt zu einer Windladen-Breite von rund 1.40m, was wir für ein mobiles und kompaktes Instrument gerade noch als akzeptabel erachten.

(Nachtrag: die neue Windlade ist bereits fertig gebaut und wird in einem separaten Post beschrieben).

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