24-töniges Cembalo, Chinnery / Krebs

Dieses Instrument ist ein konventioneller Nachbau nach Carlo Grimaldis Instrument (1697), das sich heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befindet (Inv.-Nr. MIR 1075) aus dem Jahr 2004. Im Jahr 2007 hat Markus Krebs eine 24-teilige Klaviatur für dieses Instrument gebaut. Die beiden Klaviaturen können jederzeit ausgetauscht werden. Inklusive Umstimmung dauert der Wechsel zwischen 20 und 30 Minuten.

Das Instrument gehört Johannes Keller und wird von ihm regelmässig für Auftritte verwendet. Die mit der 24-tönigen Klaviatur gesammelten Erfahrungen mit enharmonischer und mikrotonaler Musik waren ausschlaggebend für die Initiierung des Forschungsprojekts „Studio31“.

Das Instrument wurde bereits in unterschiedlichsten Besetzungen eingesetzt, insbesondere zur Einstudierung und Begleitung von Solo-Stimmen und Vokalensembles (für chromatisch-enharmonisches Madrigal-Repertoire mit Werken von Komponisten wie D’India, Gesualdo, Michelangelo Rossi, Mazzocchi, Monteverdi), Solo-Instrumente (insbesondere Violine, mit Werken von Georg Muffat, Mealli, Uccellini, Leoni) und als Solo-Instrument (mit Werken für Cimbalo Cromatico von Del Buono, Bull, Trabaci, Mayone, Frescobaldi, Gesualdo, u.a.).

Verschiedene Komponisten haben bereits spezifisch für dieses Instrument geschrieben, darunter Vito Zuraj1„Recitativi“ für Cimbalo Cromatico und hohe Stimme, 2012; „Restrung“ für Ensemble, 2012; „Orlando“ (Oper), 2013; „Übürall“ für Sopran und Ensemble, 2013 und Caspar Johannes Walter2Studie „harmonische Illusionen“, 2011.

Anmerkungen   [ + ]

1. „Recitativi“ für Cimbalo Cromatico und hohe Stimme, 2012; „Restrung“ für Ensemble, 2012; „Orlando“ (Oper), 2013; „Übürall“ für Sopran und Ensemble, 2013
2. Studie „harmonische Illusionen“, 2011