Funktionstests für das Wellenbrett

Das Wellenbrett unseres Arciorgano muss prinzipiell drei mal so viel Wellen beherbergen wie das Wellenbrett einer konventionell gebauten Orgel, denn 36 Tasten pro Oktave sind drei mal 12. Damit das Wellenbrett nicht unverhältnismässig hoch wird, muss es so kompakt wie möglich gebaut werden.

Um dies zu erreichen, sollen die Wellen nicht wie heute üblich aus Holzstangen gefertigt werden, sondern entsprechend historischen italienischen Orgeln aus Metallstäben. Diese werden auf jeder Seite abgewinkelt. Die Enden werden flachgeschlagen und mit einem Loch versehen. Dort kann die Drahtabstrakte eingehängt werden. Die folgenden Bilder zeigen historische italienische Wellenbretter in Orgeln unterschiedlicher Grösse.

Die Metall-Welle wird bei unserem Wellenbrett von einer doppelten Drahtschlaufe, die direkt in das Holzbrett geschlagen wird, geführt. Dies führt zu einer Lagerung, die mit überraschend wenig Reibung und Geräusch funktioniert.

Bei den Versuchen hat sich gezeigt, dass sich Messing-Wellen leicht verdrehen lassen und die Tasten-Bewegung nicht zuverlässig übertragen können. Eisen und Phosphorbronze sind jedoch sehr gut geeignet und funktionieren zuverlässig. Bei den Versuchen konnten wir den kleinsten Abstand von Welle zu Welle ermitteln. Damit wird es möglich sein, ein Wellenbrett zu konstruieren, das im Verhältnis zur Grösse der ganzen Orgel sinnvolle Ausdehnungen hat.

 

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