Das Problem der Mensuren

Nachdem die Prototyp-Pfeifen restlos überzeugten, die Bernhard Fleig nach Vorlage der Orgel in der silbernen Kapelle in Innsbruck gebaut hat, stellt sich nun die Frage nach der Mensurierung.

Im Bass-Bereich sind die Innsbrucker Pfeifen markant weiter als konventionell gebaute Holzpfeifen, und im Diskant sind sie deutlich enger. Der einzige Weg scheint eine möglichst genaue Kopie der Innsbrucker Mensuren zu sein. Alle relevanten Abmessungen sind in publiziert.

Bei genauem Betrachten der Zahlen bemerkt man starke Schwankungen und Abweichungen von theoretischen Ideal-Kurven. Wir haben versucht, die hinter den Ungenauigkeiten und Abweichungen eine mehr oder weniger glatte Durchschnittskurve zu finden.

mensurverlauf

Da unser Arciorgano einen tieferen Stimmton als die Innsbrucker Orgel haben soll, muss eine verschobene Skala angebracht werden. Von dieser aus können die Werte für die Arciorgano-Pfeifen aus der Grafik herausgemessen werden. Dabei werden die Werte für die viel höhere Oktav-Teilung von 31 statt 12 durch die angenäherte Idealkurve  interpoliert. Die so entstandene Mensurtabelle dient nun Bernhard Fleig dazu, seine eigene geometrische Konstruktion für die verschiedenen Teilungsstäbe anzufertigen. Sobald die Mensuren endgültig feststehen und wo nötig angepasst sind, kann die Pfeifenaufstellung verbindlich gezeichnet werden.

Ergänzung: Wir haben uns nun doch entschieden, den Stimmton unseres Arciorganos höher zu legen, womit die Verschiebung zur Innsbrucker Orgel quasi aufgehoben wird. Somit ist das Umrechnen nicht mehr nötig, nur noch die Interpolation für die zusätzlichen enharmonischen Töne. 

 

Bibliographie

Schreiben Sie einen Kommentar