Das Archicembalo klingt wieder

Barbara Fleig hat mit grossem Fleiss und Sorgfalt das Archicembalo von Marco Tiella wieder zum Klingen gebracht. Heute konnte ich zum ersten Mal darauf spielen.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit war es mir möglich, die Madrigale aus Vicentinos L’Antica musica problemlos auf dem Instrument zu spielen. Die Greifbarkeit ist überraschend gut, wenn auch deutlich wird, dass andere Muskeln benötigt werden als beim Spielen auf konventionellen Klaviaturen. Es ist leicht möglich, Manualwechsel im Legato zu machen. Die Wirkung enharmonischer Passagen ist sehr stark, vor allem weil ein ganz natürliches musikalisches Gestalten möglich bleibt, und nicht durch absurde Griffe (wie beispielsweise auf der 24-teiligen Klaviatur) verschleiert wird.

Der Klangfarbenunterschied zwischen den Manualen ist ziemlich stark und beeinflusst die Wahrnehmung des Farbenreichtums enharmonischer Passagen. Auf der Orgel wird dieser Unterschied nicht mehr existieren.

Heute habe ich nur den Primo Modo d’accordare getestet, also eine geschlossene Quinten-Kette. Das Stimmen verlief ohne Schwierigkeiten, der Zirkel schloss sich wie erwartet zwischen his und ges•, ohne dass Korrekturen notwendig gewesen wären.

 

Ein Gedanke zu „Das Archicembalo klingt wieder“

  1. Non solo con grande interesse ho dato in uso l’Archicembalo al team di Basilea per la ricostruzione di strumenti storici adatti all’esecuzione della „Vieltönige Musik“, ma con grande piacere ho scambiato continue informazioni con il prof. Johannes Keller, che si è dedicato con successo allo studio dell’uso delle due tastiere dello strumento, acquisendo quella tecnica esecutiva che io non ero riuscito a possedere, dimostrando così, concretamente, le qualità espressive delle composizioni di Nicola Vicentino.

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