Die Gestaltung des Orgelgehäuses

Der Gehäuseplan für das Arciorgano

Die Gestaltung des Gehäuses des Arciorgano stützt sich einerseits auf die Darstellung auf der Medaille, andererseits folgt sie architektonischen Prinzipien der Antike und der Renaissance. Dieser Text beschreibt die wichtigsten Elemente, die zur Gestaltung des Gehäuses beigetragen haben.

Ein Beitrag von Robert Bamert.

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Spielen auf der Fokker-Orgel

Im Januar 2016 hatte ich die aussergewöhnliche Gelegenheit, ein Rezital auf der Fokker-Orgel im Kleine Zaal des Muziekgebouw Amsterdam vorzubereiten (die Aufführung war Teil der Konzert-Reihe der Huygens-Fokker-Stiftung). In diesem Beitrag berichte ich von den Erfahrungen mit der Orgel und von den Erkenntnissen, die sich auf die Arbeit mit historischen vieltönigen Klaviaturen auswirken.

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Klaviatur des Clavemusicum: erstes Modell

Für die Klaviatur des Clavemusicum omnitonum hat Markus Krebs ein erstes Modell angefertigt.

Im Gespräch mit Johannes Keller wurde dabei deutlich, dass nur kleine Anpassungen notwendig sind: die Obertasten sollen geringfügig schmaler werden, damit auch zwischen den Obertasten bequem die Untertasten erreicht werden können. Zudem soll das hinterste Glied der Obertasten etwas verlängert werden, um Raum zu schaffen für abgespreizte Finger beim Spiel auf den hinteren Obertastengliedern.

Als nächster Schritt wird ein bewegliches Klaviaturmodell angefertigt, um die technische Lösung der Führung und Anordnung der Tastenhebel zu prüfen.

(Dieser Klaviatur-Entwurf ist vergleichbar mit dem ersten Klaviatur-Modell des Arciorganos, siehe hier.)

Erste Bühnenerfahrungen mit dem Archicembalo

Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, am 20. Oktober 2015 das frisch revidierte Archicembalo1Eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1974 von Marco Tiella und Formentelli, streng nach den Angaben von Vicentino. Herzlichen Dank an Marco Tiella, der sein Instrument für diesen Anlass grosszügigerweise zur Verfügung stellte. am Konzert „Claviers“ am Slowind-Festival 2015 in Ljubljana zu spielen.

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Anmerkungen   [ + ]

1. Eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1974 von Marco Tiella und Formentelli, streng nach den Angaben von Vicentino. Herzlichen Dank an Marco Tiella, der sein Instrument für diesen Anlass grosszügigerweise zur Verfügung stellte.

Arcitastiera: ein konkreter Entwurf

Bernhard Fleig hat den ersten Entwurf der Klaviatur in einem beweglichen Funktionsmodell stark weiterentwickelt. Von diesem neuen Modell ausgehend haben wir weitere kleine Verbesserungen ausarbeiten können, die nun in die Pläne für die Klaviatur des Arciorgano einfliessen werden.

 

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Organi di legno

Im 1561 publizierten Werbeblatt zum Arciorgano heisst es in der Beschreibung des Instruments in Zeile 8: „Tutte le canne son fatte di legno accioche stia lungo tempo accordato, e renda dolce intonatione;“ (Alle Pfeifen sind aus Holz gemacht, damit das Instrument die Stimmung lange halte und eine liebliche <‚dolce‘> Intonation habe.) Demnach handelt es sich bei dem Arciorgano um ein organo di legno, das in zeitgenössischen Quellen des 16. und 17. Jahrhunderts öfters genannt wird, heute aber weitgehend in Vergessenheit geraten ist und meist durch eine Orgel mit gedackten Holzpfeifen ersetzt wird. Dieser Post stellt einige der Quellen dieses speziellen Orgel-Typs zusammen.

Schedoni: Santa Cecilia

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Klaviatur Arciorgano: Umfang und Teilung

Zur Tasten-Anordnung und der genauen Geometrie der Tasten wurden bereits zwei Modelle angefertigt. Das erlaubte es uns, die Gestaltung der Klaviatur zu optimieren und die Greifbarkeit möglichst flexibel zu machen. Das erste Modell ist hier dokumentiert, das zweite hier.

Unabhängig von diesen Überlegungen und Optimierungen muss entschieden werden, welchen Umfang die Klaviatur haben soll.

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Prototyp-Pfeife für das tiefe C ist fertig

Nach der Umrechnung der Mensur der Orgel in der Silbernen Kapelle in Innsbruck hat sich gezeigt, dass die Mensuren für die Pfeifen der tiefsten Oktave markant weiter sind als die bisher geplanten. Würden wir diese Mensuren übernehmen, würde das Instrument voraussichtlich breiter werden, was wir vermeiden wollen. Nun hat Bernhard Fleig das tiefe C mit etwas verengten Mensuren gebaut, um zu prüfen, ob sie immer noch gut anspricht und voll klingt.

Die Prototyp-Pfeife liegt in der Mensur etwa zwischen einer konventionellen Pfeife und der Innsbrucker Pfeife. Sie spricht zuverlässig an, überrascht aber durch einen eher leisen Klang. Der nächste Schritt besteht darin, den Pfeifenmund etwas breiter zu machen.

Stimmbarkeit der Pfeifen

Orgeln haben üblicherweise feste Stimmungen, die kaum je geändert werden. Dies gilt zumindest für grosse Orgeln und für historische Orgeln, weniger für heutige portable Instrumente. Denn Truhenorgeln werden häufig in sehr unterschiedlichen Umgebungen eingesetzt und sind deshalb so eingerichtet, dass ihre Tonhöhe und ihr Stimmungs-System angepasst werden können.

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Das Problem der Mensuren

Nachdem die Prototyp-Pfeifen restlos überzeugten, die Bernhard Fleig nach Vorlage der Orgel in der silbernen Kapelle in Innsbruck gebaut hat, stellt sich nun die Frage nach der Mensurierung.

Im Bass-Bereich sind die Innsbrucker Pfeifen markant weiter als konventionell gebaute Holzpfeifen, und im Diskant sind sie deutlich enger. Der einzige Weg scheint eine möglichst genaue Kopie der Innsbrucker Mensuren zu sein. Alle relevanten Abmessungen sind in publiziert.

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Forschungstreffen 3./4. September

Am 3. und 4. September 2015 trafen sich Christopher Stembridge und Marco Tiella mit der Forschungsgruppe von Studio31 und weiteren Gästen, um über offene Fragen rund um die konkrete Planung des Arciorgano zu sprechen. Diese Diskussionen bilden den Abschluss der Planungsphase des Instrumentes.

Forschungstreffen

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