Das Arciorgano wird geliefert

Nach der abgeschlossenen Stimmung ist das Arciorgano nun bereit für den ersten Transport und den ersten Einsatz. Die erste Fahrt des Instruments geht von der Werkstatt auf den Campus der Musikakademie Basel.

Das Instrument hat den Transport unbeschadet überstanden und musste nicht einmal nachgestimmt werden. Der Ab- und Aufbau dauerte jeweils weniger als eine Stunde.

v.r.n.l. Bernhard Fleig, Thierry Dobler, Johannes Keller

Arciorgano-Präsentation am Symposium der Schola Cantorum Basiliensis

Im Rahmen des Symposiums der Schola Cantorum Basiliensis zum Thema „Stimme – Instrument – Vokalität“ im November 2016 stellen Martin Kirnbauer und Johannes Keller zusammen mit dem Vokalensemble Domus Artis das Aricorgano vor.

Foto: Susanna Drescher
Foto: Susanna Drescher

Für diese Präsentation wurde erstmals ein Fragment aus Vicentinos Madrigal „Madonna il poco dolce“ mit einem Vokalensemble und dem Arciorgano zusammen einstudiert. Diese erste Probe ist in folgendem Video dokumentiert.

Arciorgano: das Gehäuse steht!

Ein weiterer wichtiger Schritt im Bauprozess unseres Arciorgano: das Gehäuse steht und alle windführenden Elemente sind dicht. Der Entwurf des Gehäuses stammt vom Architekten und Spezialisten für Architektur aus der Antike und der Renaissance Robert Bamert.

Gehäuse mit Prospekt

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Clavemusicum omnitonum: Entwicklung der Klaviatur

Die Klaviatur des Clavemusicum Omnitonum folgt bezüglich der räumlichen Tasten-Anordnung dem Original-Instrument von Vito Trasuntino (1609), das sich in Bologna1Im Museo internazionale e biblioteca della musica di Bologna, Inv. 1766. befindet.2Ausserdem existiert ein spielbarer Nachbau im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, angefertigt 1985 in der Restaurierungswerkstatt des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg unter Leitung von Friedemann Hellwig (Inv. MI 533). Nach einer Analyse der originalen Klaviatur hat sich das Team von Studio31 darauf geeinigt, die Mechanik neu zu konzipieren, um die offensichtlichen Risiken und Mängel der historischen Umsetzung zu vermeiden.

Der wichtigste Unterschied liegt darin, dass die Tastenhebel nun parallel geführt werden, was es erlaubt, das Gehäuse des Instruments wie bei konventionellen Cembali kaum breiter als die Klaviatur zu bauen. Dies führt zu einer komplexen und handwerklich markant aufwändigeren Konstruktion der Tastenhebel. Clavemusicum omnitonum: Entwicklung der Klaviatur weiterlesen

Anmerkungen   [ + ]

1. Im Museo internazionale e biblioteca della musica di Bologna, Inv. 1766.
2. Ausserdem existiert ein spielbarer Nachbau im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, angefertigt 1985 in der Restaurierungswerkstatt des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg unter Leitung von Friedemann Hellwig (Inv. MI 533).

Spielen auf der Fokker-Orgel

Im Januar 2016 hatte ich die aussergewöhnliche Gelegenheit, ein Rezital auf der Fokker-Orgel im Kleine Zaal des Muziekgebouw Amsterdam vorzubereiten (die Aufführung war Teil der Konzert-Reihe der Huygens-Fokker-Stiftung). In diesem Beitrag berichte ich von den Erfahrungen mit der Orgel und von den Erkenntnissen, die sich auf die Arbeit mit historischen vieltönigen Klaviaturen auswirken.

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Klaviatur des Clavemusicum: erstes Modell

Für die Klaviatur des Clavemusicum omnitonum hat Markus Krebs ein erstes Modell angefertigt.

Im Gespräch mit Johannes Keller wurde dabei deutlich, dass nur kleine Anpassungen notwendig sind: die Obertasten sollen geringfügig schmaler werden, damit auch zwischen den Obertasten bequem die Untertasten erreicht werden können. Zudem soll das hinterste Glied der Obertasten etwas verlängert werden, um Raum zu schaffen für abgespreizte Finger beim Spiel auf den hinteren Obertastengliedern.

Als nächster Schritt wird ein bewegliches Klaviaturmodell angefertigt, um die technische Lösung der Führung und Anordnung der Tastenhebel zu prüfen.

(Dieser Klaviatur-Entwurf ist vergleichbar mit dem ersten Klaviatur-Modell des Arciorganos, siehe hier.)

Erste Bühnenerfahrungen mit dem Archicembalo

Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, am 20. Oktober 2015 das frisch revidierte Archicembalo1Eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1974 von Marco Tiella und Formentelli, streng nach den Angaben von Vicentino. Herzlichen Dank an Marco Tiella, der sein Instrument für diesen Anlass grosszügigerweise zur Verfügung stellte. am Konzert „Claviers“ am Slowind-Festival 2015 in Ljubljana zu spielen.

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Anmerkungen   [ + ]

1. Eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1974 von Marco Tiella und Formentelli, streng nach den Angaben von Vicentino. Herzlichen Dank an Marco Tiella, der sein Instrument für diesen Anlass grosszügigerweise zur Verfügung stellte.